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Silvester

31. Dezember 1997

Wir stellen uns immer wieder die Frage: "Wo können wir Partys feiern?" Irgendwann sind wir auf die Burg Frankenstein gekommen und vereinbarten einen Termin mit Herrn Bührer, dem Besitzer und Verwalter der Burg. Er zeigte uns das Gelände und war von unserer Idee positiv angetan, da er sich auch schon überlegt hatte, die Burg zu einer zweiten Silvesterfeier zu nutzten. Da er aber immer mit seiner Feier im Restaurant vor der Burg zu sehr beschäftigt war, blieb es bei einer Idee.
Nach langem Planen haben wir drei Tage vor Silvester angefangen, die Fenster des Turmes mit Folie, Styropor und Dachlatten winddicht zu verschließen. Danach dekorierten wir den Raum unten am Fuß des Turms, der von uns Kathedrale genannt wurde. Die Kathedrale wurde mit UV-Licht ausgeleuchtet und weiße Wollfäden wurden wild durch den Raum gespannt, was eine abgefahrene Wirkung hatte. Die Getränke verkauften wir zum einen in der Kathedrale und zum anderen im Turm neben dem DJ-Pult. Von den vier Lautsprechern verteilten wir zwei im Turm und zwei in der Kathedrale. Da wir die Räumlichkeiten auch beheizen wollten, besorgten wir uns einen Gasheizlüfter, der normalerweise zum trocknen von frisch verputzten Wänden verwendet wird. Doch wir hatten Glück mit dem Wetter und mußten ihn nicht einsetzten.

Zu Anfang rechneten wir mit ca. 150 bis 200 Leuten, doch merkten wir schon einige Tage vorher, dass unsere Schätzung zu niedrig war.
Es fanden sich an diesem Abend ca. 400 Leute ein.
Die meisten Leute hielten sich außerhalb von Turm und Kathedrale auf der Aussichtsplattform auf, wo sie alle einen fabelhaften Blick auf die Rheinebene hatten.

Um kurz vor zwölf war kein durchkommen mehr auf der Aussichtsplattform. Die Leute standen so dicht beieinander, dass man nur die Lippen spitzen mußte, um Neujahrsküsse zu vergeben. Um zwölf gab es ein Feuerwerk zu sehen, das wir uns schöner nicht erträumt hätten. Denn wir konnten weit über die Städte Darmstadt, Eberstadt, Pfungstadt und zum Teil Griesheim sehen.
Es war einfach unbeschreiblich und für alle eine bleibende Erinnerung.
Gegen 2 Uhr löste sich die Partygemeinschaft so langsam auf, was wohl daran lag, dass es dann doch recht kühl war.

Die Party war unsere erste in dieser Größe und ist, bis auf zwei Stromausfälle, die auf herausgeflogene Sicherungen zurückzuführen waren, ohne größere Zwischenfälle verlaufen.
Am nächsten Tag begannen wir mit den Aufräumarbeiten, die noch drei Tage angedauert haben.
Alles in allem hat uns die Party fast eine Woche beschäftigt und es hätte noch viel länger gedauert, hätten wir nicht unzählige Helfer gehabt, die freiwillig Hand angelegt haben.