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Neuorientierung

25. April 1998

Neuorientierung meint reflektiertes Zurückblicken in die Vergangenheit, gepaart mit dem Willen zur konsequenten Umsetzung der gewonnen Erkenntnisse in der Zukunft. Die optimale Gestaltung deines Lebens setzt auch deine Bereitschaft zur ständigen Neuorientierung voraus.
Diese findet in einem andauernden Prozeß statt. Dennoch liegen ihr auch einzelne Ereignisse von besonderer Bedeutung zugrunde.
Ein solches Ereignis wollen wir mit dieser Party geschaffen haben.
Die Feier fand in einem typischen, langweiligen Gemeindegebäude statt. Um die richtige Atmosphäre zu schaffen, mussten wir uns also einige Mühe geben. Zuletzt hat diese sich auch gelohnt. Die Wände und die Decke des recht großen Hauptraumes waren vollständig mit breiten Papierbahnen verhüllt, die uns das "Darmstädter Echo" zur Verfügung gestellt hatte. Darauf waren blaue Kreise gemalt, die das Motiv des Flyers aufgriffen. Im Eingangsbereich waren hinter dem Papier bunte Leuchtstoffröhren versteckt. Eine Papierwand trennte eine kleine Sofaecke ab. An der Decke hingen vier Holzwürfel, in wir viele Löcher gebohrt hatten. Im Inneren der Würfel hingen rote Glühlampen, deren Licht die Würfel glühend scheinen ließ. Ein Spezialdiaprojektor wechselte den ganzen Abend Dias mit abgefahrenen Motiven, die wir im Vorfeld hatten herstellen lassen.
Die Licht- und die Tonanlage waren sehr großzügig bemessen und taten ihr übriges, um gute Laune zu schaffen. Im Foyer waren die Wände ebenfalls mit Papier verhüllt. Zwei Diaprojektoren warfen das Logo der Party auf eine breite weiße Fläche. Ein vierter Projektor warb auf der Außenwand des Gebäudes für die Party.
Für die Beschallung sorgten in dieser Reihenfolge Ingo Stock, Michael Kruza, Gorge, Budoka, Devils lust und Thorsten Augustin.
Die rund 250 Gäste waren in bester Feierstimmung und freuten sich über die schöne Dekoration und die exzellente Musik. Irgendwann haben wir dann Brötchen unter den Leuten verteilt und später, nach viel Tanz und viel Erzähltem war für sie die Party vorbei.
Im gesammten war die Party ein voller Erfolg.

Dass wir noch lange aufzuräumen hatten war uns klar, aber was dann folgte, wollen wir dir im Detail ersparen. Nur soviel: Die Stadt Zwingenberg forderte von uns Schadensersatz in Höhe von einigen tausend Mark, unter anderem für die Neuverputzung der Wände, die ja durch Papier geschützt gewesen waren und die Komplettsanierung des Bodens, der laut Vertrag nur besenrein übergeben werden muss und den die Hausmeisterin für annehmbar befunden hatte. Der Streit ging über mehrere Monate. Am Ende gab die Stadt Zwingenberg ihre überzogenen Forderungen auf.
Absolut souverän vertreten wurden wir hierbei von Rechtsanwalt Syroth, 64665 Alsbach, vielen Dank.