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Silvester

31. Dezember 1998

Wie auch im vergangenen Jahr hatten wir große Probleme, eine Räumlichkeit zu finden, die unseren Ansprüchen gerecht wurde.

Nachdem wir auf einigen Bauernhöfen hier im Umkreis nachgefragt hatten und überall eine Absage bekommen hatten, hatten wir nur noch die Möglichkeit, etwas aus öffentlicher Hand zu mieten, was aber, und dies auch als Empfehlung an alle die, die auch einmal groß feiern möchten, immer mit Problemen verbunden ist.

Also haben wir uns gut vorbereitet, als wir den Vertrag der Gemeinde Seeheim Jugenheim zur Miete des Bürgerhauses Balkhausen unterzeichneten.
Wir schlossen für viel Geld eine Veranstaltungsversicherung ab und verteilten an die Anwohner des Bürgerhauses Flugblätter mit dem Hinweiß auf die Veranstaltung. Dennoch vergaßen wir etwas, was fatale Folgen zu haben schien.
Laut Vertrag mußten wir den Oberbrandmeister der Gemeinde auf die Veranstaltung hinweisen. Und genau das hatten wir nicht getan. Am 31.12., kurz nachdem wir mit dem Aufbau fertig waren, betrat dieser den Raum und ließ uns mit den Worten: "Guten Tag, meine Name ist ... und die Veranstaltung ist hiermit beendet." das Blut in den Adern gefrieren. Erst nach einiger Diskussion konnte die Veranstaltung dennoch stattfinden. Nur mußten wir zum Teil auf unsere Dekoration verzichten.

Zum Raumteilen mußten neue Ideen her. Dazu fanden wir mit den Tischen eine Möglichkeit. Auch das Gitternetz aus weißer Wolle, das über die Decke gespannt wurde und von UV-Licht bestrahlt wurde, durfte bleiben. Es machte den größten Teil unserer Deko aus.
Die Bilder, die wir an zwei Sonntagen zuvor gemalt hatten, konnten wir leider nicht aufhängen. Trotz der Improvisation erreichten wir es, in dem ca. 200m2 großen Raum eine tolle Atmosphäre zu schaffen.

Gegen 20 h sind die ersten Gäste gekommen und die Flut ankommender Menschen hat erst kurz vor Zwölf aufgehört. Der Raum hat sich mit ca. 400 Leuten gut gefüllt und es war eine geile Stimmung und die anfänglichen Sorgen, dass andere Partys einige Leute abhalten würden, war schnell verflogen. Viele setzten sich an die Tische oder in die gemütliche Sofaecke, um über das alte Jahr zu plaudern, und hörten der Musik von Thorsten Augustin, devils lust und Insanity zu. Die Musik hatten wir dieses Mal ganz den vier DJs überlassen. Gegen 24h hatten sich die meisten auf die Bässe eingestimmt und tanzten bis ca. 4 h als die letzten von uns zur Tür gebracht wurden.

Die Aufräumarbeiten haben wir dann gleich im Anschluß begonnen und waren Dank unserer Mütter gegen 20 h fertig.
Dann, nach fast 40-stündiger Schlafabstinenz, hat schon allein der Gedanke an ein Bett uns die Augen zufallen lassen.
Die Bilanz der Schäden war gering. Ein 20x20 cm großes Loch, das mit der Faust in die Wand geschlagen wurde und die mit Klopapier verstopfte Toilette lassen uns jedoch verständnislos den Kopf schütteln.

Uns jedenfalls, wie auch vielen unserer Gäste hat die Party Spaß gemacht und Mut gegeben, Neues zu wagen.