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Eden

21. Mai 2000

Pünktlich um 5 h morgens trafen wir uns zum Aufbauen.
Als wir gegen 11 h fertig waren, hatte sich die Wiese in eine Gallerie in einem fantastischen Land verwandelt.

In einem Halbkreis standen große weiße Platten, die Kunstwerke von Götz Albrecht, Thorsten Augustin und Ingo Stock in ihrer Mitte trugen.
Sie standen um ein Feld hoher wundersamer Blumen, die ihre Kelche stolz gen Himmel reckten.
Dazwischen luden Sofas, die über die Wiese verteilt standen zum sitzen und ausruhen.
Aus der Anlage, über der die ssp-Sonne thronte, drangen die ersten Klänge und der Getränkestand lockte mit einem breiten Angebot an Erfrischungen.

So wie sich die für Autos gesperrte Bergstraße mit Radfahrern füllte, füllte sich auch die Wiese allmählich mit Besuchern.
Und ebenso zogen dunkle Wolken über den eben noch freundlichen Himmel. Allein die Klänge Insanitys hielten die Sonne noch ein wenig, dann begann der Regen.

Doch wir waren gut vorbereitet. Wir hüllten die farbenfrohen Blumen in schützende Folie und zogen ein Dach über jedes der Sofas.

Inzwischen war die Wiese sehr gut besucht. Als Gast-DJ legte Budoka Drum 'n Bass auf.
Als der Regen heftiger wurde, stellten wir spontan noch einige Stangen auf und zogen eine große Plane darüber. Sie bot den Menschen Schutz und Heim.

Die Stimmung wurde immer besser, Philipp Georgi legte bald House auf und ein erstes Zucken ging durch die Leiber der Anwesenden.
Später übernahm Thorsten Augustin. Die Leute flippten aus und plötzlich tanzten alle, viele im stömenden Regen.

Etwas ganz Besonderes entwickelte sich hier und verband uns alle, ein großes und starkes Gefühl der Gemeinschaft überkam diese Gestrandeten auf ihrer Insel im weiten Nass.
Und sie feierten.
Im Regen.

Als schon lange wieder die Autos fuhren, die Stände an der Bergstraße schon viel länger nach und nach zugemacht hatten, da tanzten wir noch, uns war der Tag. Und dann zum wunderschönen Abschluss rissen die Wolken auf und auf die Gruppe der Tanzenden schien, wie ein verspäteter Gast,
die Sonne.